Was bedeutet SaaS? Software as a service?

SaaS Ethernet Router von Dell
SaaS Dell

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SaaS steht für „Software as a Service“ und kann einfach mit „Software als Dienst“ übersetzt werden. Gemeint sind Dienste im Internet, die typischerweise Aufgaben von Software übernehmen. Solche Dienste wurden bisher mittels lokaler Installationen oder innerhalb lokaler Netzwerke umgesetzt. So kann man beispielsweise über Google Picasa Bilder hochladen und bearbeiten. Software as a Service übernimmt hier die Speicherung, Verarbeitung, aber auch die Bereitstellung und die Verwendung der Bilder.

SaaS wird besonders gerne bei Business-Anwendungen angeboten und eingesetzt. Software as a Service gibt es für Aufgaben aus dem Bereich der Buchhaltung (einschließlich Bilanzierung und Gewinn- und Verlustrechnung) und bei anderen Anwendungen im Umfeld der Finanzverwaltung (z.B. bei Steuererklärungen). SaaS ist beliebt bei der Arbeitskooperation z.B. beim Projektmanagement. SaaS wird aber auch sehr häufig beim „Customer Relationship Management“ genutzt, also bei der Verwaltung von Kunden zur besseren Umsetzung von Marketingzielen. SaaS kann auch für die Fakturierung (Rechnungserstellung und Weiterverarbeitung der Daten) und in der Personalverwaltung (einschließlich Lohnabrechnung) eingesetzt werden. Viele weitere Anwendungen werden nach und nach durch SaaS angeboten. Grundsätzlich ist es vorstellbar, dass jede Art von Software langfristig als Software as a Service umsetzbar ist.

Das oben beschriebene SaaS-Angebot von Google ist kostenlos. Andere SaaS-Angebote gibt es nur gegen Lizenzgebühren, die aber eine wesentlich bessere Berechnung von Kosten bieten, als man sie von herkömmlicher Software kennt. Dies ist eines von vielen Vorteilen, die SaaS bieten kann.

Weitere Vorteile von Software as a Service:

  • Der Dienst oder die Software kann überall genutzt werden, wo eine stabile Internetverbindung zu bekommen ist. Freiberufler nutzen SaaS beim Kunden oder unterwegs im Internet-Cafe und sind damit unter Umständen deutlich flexibler als Konkurrenten, die unhandliche Hardware mit sich herumführen müssen.
  • Man benötigt bei Software as a Service keine lokale oder Sever-Installation, wenn man den Dienst oder die Software nutzen will. Es genügen die Internet-Verbindung und ein gängiger Browser, um Webseiten oder Dienste aufzurufen. Gelegentlich muss dieser noch mit Plug-Ins oder Erweiterung wie Java ausgestattet sein.
  • Die Zahlungsmethoden können optimal auf die Nutzergewohnheiten abgestimmt werden. Je nach SaaS-Angebot wird man häufig oder selten auf den Dienst zugreifen müssen. Man wird je nach Geschäftsfeld mehr oder weniger Datenspeicher benötigen. Kann man diese Vorgehensweisen und Bedürfnisse für sich erkennen, dann hat es leicht, bei SaaS ein Lizenzmodell zu wählen, das seinen Bedürfnissen entgegenkommt.
  • In diesen Zusammenhang verwenden Informatiker meist den Begriff Skalierbarkeit. Skalierbarkeit bedeutet, dass man den Umfang des SaaS-Angebots jederzeit auf seine Bedürfnisse abstellen kann. So werden das Hinzunehmen von Mitarbeitern und das Schaffen zusätzlicher Arbeitsplätze bei Skalierbarkeit genauso unterstützt wie das umgekehrte Vorgehen.
  • Mit EDV- und Datenverwaltungs-Aufgaben verbunden sind meist Dienste wie Backup, Update-Einspielung, Sicherheitsprüfung und weitere Service-Funktionen, die erhebliche Kosten nach sich ziehen. Bei Software as a Service sind diese Zusatzdienste teilweise integriert und man spart Zeit, Geld und Nerven, wenn man sich nicht mehr um Virenprüfung der Software oder ähnliche Probleme kümmern muss.

Nicht zu übersehen ist aber, dass Software as a Service auch Nachteile haben kann.

  • So ist eine Nutzung von SaaS-Angeboten nicht möglich, wenn die Internet-Verbindung wegfällt, was in größeren Betrieben zwar selten vorkommt, dann aber automatisch den ganzen Betrieb lahmlegen kann.
  • Ebenfalls sind Sicherheitsprobleme denkbar, wenn die Mitarbeiter auf anderen Systemen SaaS-Nutzungsmöglichkeiten praktizieren. Außerhalb des Betriebes, im privaten Umfeld oder im Internet-Cafe sind oft schwerwiegende Sicherheitslücken zu unterstellen, die die Integrität der Daten in Frage stellen können.
  • Dieser Einwand kann auch für eine rein betriebsbezogene Anwendung des SaaS-Angebots gemacht werden, da letztlich die Datennutzung beim SaaS-Anbieter nicht vollständig geprüft werden kann.
  • Denkbar ist auch das Problem, dass der SaaS-Anbieter seine Dienste einstellt, z.B. weil er in Konkurs geht. Hier könnten nicht nur die Daten verloren gehen, sondern auch in die falschen Hände geraten.

Um den Einwänden gegenüber SaaS zu begegnen, hilft nur ein Konzept von Datenschutz und Datensicherheit. Datenverschlüsselung und Backup sind also Aufgaben, die man nicht vollständig an SaaS-Anbieter delegieren kann. Berücksichtig man diese Überlegungen, dann kann Software as a Service zum Erfolg in der Unternehmensentwicklung werden.

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