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RAID Systeme – Wie unterscheiden sich die einzelnen RAID Systeme?
Verfasst von Robert unter RAID Systeme am 2. Juli 2010
Die Abkürzung RAID bedeutet „Redundant Array of Inexpensive Disks“. Unter diesem Begriff werden verschiedene Technologien zusammengefasst, die den unterbrechungsfreien Weiterbetrieb eines Computers im Fall des Ausfalls einer oder mehrerer Festplatten ermöglichen. Eine Ausnahme bilden RAID 0 Systeme, die ausschließlich der Optimierung der Performance dienen und keine zusätzliche Sicherheit bieten.
Die Grundidee eines RAID Systems
Die klassische Absicherung gegen einen Festplattendefekt war die Spiegelung von Festplatten, bei der sämtliche Daten doppelt auf zwei verschiedene Festplatten geschrieben wurden. Im Falle es Ausfalls einer Platte übernahm die gespiegelte Platte deren Funktion. Der Nachteil dieses Verfahrens ist offensichtlich. Der Overhead an Festplattenplatz ist sehr hoch, lediglich 50 Prozent des Plattenplatzes werden im Normalbetrieb genutzt. RAID Systeme basieren auf der Erkenntnis, dass die Absicherung gegen den Ausfall einer Festplatte mit erheblich geringerem Overhead realisiert werden kann. Unabhängig von der Anzahl der Festplatten in einem Rechner kann dies durch hinzufügen einer weiteren Platte erreicht werden, statt jede Festplatte doppelt auszulegen. Auf dieser zusätzlichen Festplatte wird die so genannte Paritätsinformation gespeichert. Das bedeutet, dass für jedes Bit die Information gespeichert wird, ob die übrigen Platten an dieser Stelle eine gerade oder eine ungerade Anzahl von Einsen enthalten. Fällt nun eine Platte aus, kann mit Hilfe dieser Information der Inhalt der defekten Platte rekonstruiert werden. Ein Hinweis: In der Praxis werden die Paritätsinformationen auf alle Festplatte verteilt, d.h. dass jede Platte sowohl Nutzdaten als auch Paritätsbits enthält. Das ändert nichts an der Logik des Verfahrens, sondern dient ausschließlich der Optimierung der Performance.